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Typisch


Wie stellt ihr euch ein typisches, französisches Städtchen vor?


Denkt ihr an das Sport-Café mit den Plastikstühlen innen und aussen, die immer von Dorfbewohner besetzt sind?

An den Metzger und den Bäcker im Dorf?

An das Hotel de Paris, das sicher schon bessere Zeiten erlebt hat.

Den engen Gassen und verwinkelten Häuser?

An das Dorforginal, er kennt alle und den alle kennen und der immer Zeit für ein Schwätzchen hat. An die alten Frauen die noch Schürzen tragen und den an den Ecken stehenden Männer, die das Neuste austauschen und rauchen? An Gemütlichkeit und Fröhlichkeit? An den wöchentlichen Markt, mit wunderbar frischen Gemüse, Käse oder Pâtée aus der Gegend? Und irgendwo klingt ganz leise ein französisches Chanson von Édith Piaf, Jacque Brel oder Zaz, wo die Liebe besungen wird.


Le Bugue, unser neues Zuhause, ist so ein typisch französisches Städtchen. "Büg" wie es von den Einheimischen genannt wird, ist ein Ort mit ca. 2800 Einwohnern, verteilt auf einer Fläche von 29 km2.

Das Dorf ist entlang der Vézère gebaut. Zum Teil könnte man meinen, die Häuser seien in den Felsen gebaut. Eine Brücke verbindet den alten mit dem neuen Stadtteil.

Ihr dürft euch kein Glamour und Hochglanz vorstellen, wie in den grossen Metropolen und genau deshalb liebe ich diesen Ort. Es ist noch Original. Es ist im Sommer laut und lebendig und im Winter ruhig und beschaulich.

Die Gassen und Strassen sind eng und die Häuser sind aus dem gelben Kalkstein aus der Gegend und jedes Haus hat eine andere Festerladenfarbe.

Am Dienstag ist der grosse Markttag. Da findet ihr auf ca. 500 Meter Länge, Esswaren, Kleider, Haushaltware, Wein und viel Hausgemachtes. Der Markt ist sehr bekannt und bei den Touristen sehr beliebt, so dass man in den Sommermonaten früh dran sein muss, um in Ruhe an den Ständen entlang zu gehen.


Ein berühmter Einwohner von "Büg" ist sicher Martin Walker. Vielleicht habt hier schon ein Krimi des schottischen Schriftstellers gelesen? Der Ort Saint-Denis wo Bruno Chef de Police im Buch arbeitet und wohnt gibt es natürlich nicht wirklich. Le Bugue kommt den Beschreibungen im Buch aber am nächsten und den Bruno gibt es hier wirklich, nur heisst er in Wirklichkeit Pierre Simonet.

Ein weiterer berühmter Einwohner ist "Tibz". Ich sage ihm immer, den Ed Sheeran von Frankreich. Tibo, wie er im wirklichen Leben heisst, ist hier aufgewachsen und man kennt ihn und freut sich über seinen Erfolg. Er lebt zwar jetzt in Paris, man kann ihn aber ab und zu bei seinen Eltern und im Ort antreffen.


Das Foto, dass ihr oben sieht, ist übrigens nicht aus den 50er Jahren. Es wurde von mir im April 2021 in Le Bugue gemacht.


Wir wünschen Euch ein wunderschönes Wochenende und grüssen Euch herzlich aus dem schönen heissen Frankreich (In den nächsten Tage erwarten wir über 30 Grad:-)


Margrith und Robert







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