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Josephine Baker

Aktualisiert: 17. Jan.

Ist es das Ziel im Leben eine Spur nach dem eigenen Tod zu hinterlassen? Etwas Gutes, vielleicht auch nur ein Spruch, an den man sich erinnern kann und dass in den Herzen der Menschen bleibt und man mit einem Lächeln im Gesicht daran denken kann?


Josephine Baker war eine Frau des vergangenen Jahrhunderts, die in Frankreich ihre Spuren hinterlassen hat.

Geboren 1906 in Missouri als uneheliches Kind einer Wäscherin, erlebte Sie noch, dass Menschen mit dunkler und weisser Hautfarbe nicht die gleichen Busse oder Fahrstühle nehmen durften. Mit 13 Jahren wurde sie das erste Mal verheiratet. Diese Ehe hielt aber nur ein paar Monate. 1921 heiratete sie den Zugbegleiter Willie Baker, den sie zwar 1925 verließ, dessen Nachnamen sie aber zeitlebens behielt.

Für ihren Berufstraum des Tanzens arbeitete sie hart und hatte mit 16 Jahren ihre ersten Auftritte in Philadelphia und New York. Josephine Baker kam Mitte der 1920er Jahre nach Paris. Für ihren Charleston-Tanz wurde sie in Frankreich berühmt und für damalige Verhältnisse war der Auftritt mit dem "Bananenröcklein" und oben ohne, spektakulär.



Im Besitz eines Pilotenscheins arbeitete sie im 2. Weltkrieg als Pilotin und bei den fliegenden Krankenschwestern. Sie engagiert sich in der Résistance und im Geheimdienst als Spionin gegen Nazi-Deutschland und konnte durch ihre Auftritte, in der ganzen Welt, Nachrichten weiterleiten.




Josephine Baker setzte sich zeitlebens gegen den Rassenhass ein. Sie adoptierte mit ihrem damaligen Mann, 12 Kinder aus allen Regionen der Welt und gründete ihre Regenbogenfamilie, mit der sie von 1950 an, im Schloss les Milandes im Perigord noir wohnte. Leider hatte sie kein Glück in Geldfragen und musste 20 Jahre später Konkurs anmelden und das Schloss verkaufen.


2021 wurde Josephine Baker, durch ihre Verdienste im zweiten Weltkrieg, in den Pariser Panthéon, die nationale Ruhmeshalle, symbolisch aufgenommen.


Ihr ehemaliges Zuhause, das Schloss les Milandes ist heute ein Museum, dass über das Leben von Josephine Baker erzählt. Erreichen kann man es mit dem Auto in ca. 30 Minuten von le Bugue aus.


Ich denke diese Frau hatte viele Träume, die sie versucht hat zu verwirklichen und war nie kleinlich, sondern gross im Denken. Eine Kämpferin und eine starke Frau......für mich ist das bewundernswert!


Ganz viele Grüsse aus dem kalten, sonnigen Perigord noir.


Margrith&Robert


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