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Von Abgründen und Legenden

Eine grosse Touristenattraktion sind die Höhlen im Vézèr- und Dordognetal. Einige haben Funde mit Ritzereien und andere mit Malereien von Tieren und Fabelwesen und dann natürlich noch diese mit den aus Kalkstein entstandenen Stalaktiten und Stalagmiten.


Heute möchte ich euch in drei der märchenhaften Höhlen entführen:

Nur knapp 20 Auto-Minuten von uns entfernt ist die Höhle von Proumeyssac

Sie war bereits seit dem 18. Jahrhundert bekannt. Das dampfende Loch war den Bewohnern von Audrix unheimlich und es haben sich viele Geschichten und Legenden darum beschrieben. Immer mal wieder sind Personen bei Wanderung in die Gruft gestürzt und konnten nicht mehr gefunden werden. Man nannte es auch das Satansloch und vermutete den Anfang der Hölle darin.

Erst um 1910 hat der Eigentümer Pierre Frances, einen Geologen beauftragt, diese Höhle genauer zu erforschen und man erkannte die Schönheit der Schlucht darin.

Von da an gab es viele Besuche und man konnte die Schlucht von oben mit einer Gondel, die damals noch von Pferden gezogen worden war, besichtigen. Die Höhle von Proumeyssac ist heut für die Öffentlichkeit das ganze Jahr offen. Eine spektakuläre Licht- und Musikshow begleiten nun die Besuche bei der Besichtigung. Es besteht auch die Möglichkeit, mit einer Gondel hinunterzufahren, um die Empfindungen der Pioniere der Proumeyssac-Schlucht mit dieser spektakulären 360°-Entdeckung über 50 Meter zu erleben. Die Höhle ist immer noch in Privatbesitz und zieht jedes Jahr sehr viele Besucher an.




Wenn man interessiert ist, an prähistorischer Geschichte, kommt man nicht darum herum, die Höhle von Lascaux zu besuchen.

Sie befinden sich im Herzen Aquitaniens. Sie wurden 1940 von vier Jugendlichen aus Montignac entdeckt. Der prähistorische Forscher Henri Breuil, der sehr bald nach deren Entdeckung anreiste, hat das Alter der Malereien in der Höhle auf ca. 20'000 Jahre geschätzt.

Tierabbildungen von Pferden, Stieren, Raubkatzen bis zu Fabelwesen, halb Mensch halb Tier, haben unsere Vorfahren hier auf die Wände gemalt und geritzt. Durch die vielen Besucher und deren Ausdünstung entwickelte sich einen Schimmel- und Pilzbefall an den Wänden und die Höhle musste 1963 wieder geschlossen werden. Eine originalgetreue Nachbildung der Höhle wurde gebaut und 1983 wurde Lascaux II für die Allgemeinheit geöffnet und mittlerweile besteht auch eine Wanderausstellung Lascaux III und 2016 wurde eine Museumszentrum das Lascaux IV eröffnet. Wegen den vielen Besucher ist es ratsam die Tickets in den Sommermonaten im Voraus zu kaufen.



Die Gouffre de Padirac öffnete im Jahre 1899 für die Öffentlichkeit. Der Abgrund von Padirac ist ohne Zögern der schönste Abgrund Frankreichs. Seine Ausmasse sind aussergewöhnlich.

Zunächst einmal ein Krater von 35 Meter Durchmesser und 103 Meter Tiefe, den man von oben, aber auch von unten mit seiner atemberaubenden Aussicht betrachten kann. Der Abstieg erfolgt über eine Treppe. Auf dem Grund des Hohlraums entdecken man den Eingang zu einem unterirdischen Netz von nicht weniger als 42 km Länge. Auf der Führung wird man mit einem Boot über den unterirdischen See gefahren. Riesige Kalksteinformationen bringen den Betrachter zum Staunen.

Die Höhle von Padirac erinnert mich etwas an die Zwergenstadt in Eragon. Die jüngeren Leser unter Euch werden wissen was ich meine.

Diese Höhle ist ca. 90 Autominuten von uns entfernt. Auch hier empfiehlt es sich in den Sommermonaten die Tickets im Voraus zu kaufen.


So, nun wünschen wir allen ein wunderbares Wochenende.


Viele Grüsse


Margrith&Robert

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